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Kolab Systems will Support für KDE-Groupware verbessern

Wer die Groupware Kolab im Unternehmen einsetzen wollte, war bisher beim Support entweder auf eigene Expertise oder auf langwierige Entwicklungsprojekte angewiesen. Das neu gegründete Unternehmen Kolab Systems AG will das nun ändern. Dabei ist auch ein bekanntes Gesicht der Freie-Software-Bewegung.

Klappt etwas nicht mit dem Groupware-Client Kontact, zu dem unter anderem Kmail, Kadressbook und eine Reihe weiterer Komponenten gehören, war guter Rat teuer. Gleiches galt für das serverseitige Gegenstück Kolab: Fehlersuche und Bugfixes im komplexen und umfangreichen Code sind aufwändig. Große Anwender wie etwa das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik waren auf Patches der KDE-Community angewiesenoder mussten Softwareentwicklungsfirmen wie KDAB oder Intevation beauftragen. Aus dem daraus resultierenden Unmut der Anwender haben jetzt offenbar die beiden genannten Unternehmen ihre Lehren gezogen und gemeinsam mit dem ehemaligen FSFE-Präsidenten Georg Greve und dem KDE-Entwickler Paul Adams in der Schweiz die Kolab Systems AG gegründet, wie sich schon auf der FOSDEM andeutete.

Gegenüber Linux-Magazin Online erklären die beiden Geschäftsführer Greve und Adams ihr Geschäftsmodell: "Wer als Anwender professionellen und verlässlichen Support benötigt, kann sich an uns wenden. Wir sehen dann, ob wir den Auftrag an lokale Partner wie Systemhäuser weitervermitteln oder ob wir selbst tätig werden." In jedem Fall stünde die Kolab Systems AG für die Qualität der Unterstützungsleistung ein, versicherten die beiden Unternehmer. So planen sie zertifizierte Ausgaben der kompletten Groupware-Suite zusätzlich zu Schulungsprogrammen und weiteren Services. Weiterhin versprachen sie, mit Upstream-Maintainern zusammenzuarbeiten. "Über uns stehen noch Cyrus, Postfix und einige mehr", erläutert Greve. Insbesondere der KDE-Client dürfte eine Herausforderung werden. Die gegenwärtig unabhängig von KDE SC gewartete Codebasis soll dort wieder mit Release 4.5 Einzug halten, allerdings erst mit 4.6 produktiv einsetzbar sein. Das wäre Anfang 2011.

Bis dahin sucht das Unternehmen Free-Software-Entwickler für die langfristige Qualitätssicherung sowie den Kontakt zu Distributoren wie Debian und Fedora. Daneben beschäftigt es sich mit Active-Sync-Konnektoren für Mobiltelefone und führt Gespräche mit Hostern, um Kolab möglicherweise als Service anzubieten.

(Nils Magnus)
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